Topfenblattlan

200 g Bröseltopfen
1 Ei
1 Prise Salz
2 EL Sauerrahm
60 g Mehl
1 gehäufter EL Grieß
Butterschmalz

  • Bröseltopfen, Ei, Salz, Sauerrahm, Mehl und Grieß zu einem Teig vermengen.
  • 30 Minuten rasten lassen.
  • Aus dem Teig kleine Kugeln formen und mit der Hand flachdrücken. Butterschmalz in einer Rein erhitzen.
  • Die Blattlan in der Rein auf beiden Seiten goldgelb backen, nach dem Herausnehmen auf Küchenpapier abtropfen lassen. (Blattlan sind kleine runde Blätter, dünne Laibchen, Fladen.)
  • Topfenblattlan werden entweder pikant mit Salat oder mit eingebranntem Sauerkraut bzw. auch süß gegessen, dann gibt es dazu Grantenschleck, Schwarzbeerkompott oder Apfelmus.

Leben in kargen Zeiten. Das Eier- und das Buttergeld waren meist das einzige Einkommen, über das die Bäuerinnen früher selbst verfügen konnten. Dort, wo die Wochenmärkte gut erreichbar waren, konnte viel mehr verkauft werden. Im Bezirk Völkermarkt hat man mir erzählt, dass es in den 1950er- und 1960er-Jahren in den Orten Frauen gab, die Eier, Butter, Topfen, Honig und Gemüse einsammelten und dann mit einem Rucksack mit dem Zug nach Klagenfurt zum Wochenmarkt fuhren. Die Kinder bekamen Margarine zu essen, denn die Butter wurde ausnahmslos verkauft, das Geld wurde dringend benötigt. Nur was am Rand des Butterfasses hängen blieb, das durften die Kinder ausschlecken.
Das Rezept stammt aus dem Buch Kochen wie früher in Kärnten.


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