Das kulinarische Manifest

Michael Langoth
Das kulinarische Manifest
Mit Rezepten der Kochgenossen
Feinschmecker aller Länder, vereinigt euch!

Mit seinem „Kulinarischen Manifest“ tritt Michael Langoth zusammen mit seinen Kochgenossen für eine neue Art des Kochens ein, die sich nicht von der Lebensmittelindustrie und der Protzerei der Prestige-Küchen beirren lässt. Er plädiert für alltagstaugliches Kochen, das auf den authentischen Regionalküchen aufbaut, und für das Sichtbarmachen der Details, die gutes Kochen ausmachen und nicht in Rezepten stehen. Mit sorgfältig erarbeiteten Kochanleitungen wird gezeigt, was es bedeutet, das Konzept eines Gerichts zu verstehen und die mit ihm verbundenen handwerklichen Traditionen zu erkunden. Kochen lässt sich nach Langoth niemals über Verzicht definieren, sondern sollte alles zulassen, denn Genuss kennt letztlich keine Grenzen. Feinschmecker aller Länder, vereinigt euch!

240 Seiten
Preis € 35,00
ISBN 978-3-7025-0868-5

 

 

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Käsknöpfli

400 g griffiges Weizenmehl (Typ 480 oder 410) oder spezielles Knöpflimehl
4 Eier
125 ml Wasser
400 g Zwiebeln
125 g Butterschmalz
60 g Butter
100 g Sura Käs (Vorarlberger Sauerkäse)
100 g Räßkäse
100 g Vorarlberger Bergkäse (12 Monate gereift)
Salz und Pfeffer

 

  1. Röstzwiebel zubereiten: Zwiebeln in dünne Ringe schneiden und in einer sehr großen Pfanne im Butterschmalz bei minimaler Hitze ganz langsam braten. Immer wieder umrühren. Nach 40 bis 60 min sollten die Zwiebeln gleichmäßig gebräunt sein.
  2. Knöpfle: In einer großen Schüssel Mehl, Wasser, Eier und eine Prise Salz mit dem Kochlöffel so lange verrühren, bis der Teig bindet, aber noch Spuren von Eidotter und Mehl sichtbar sind. Der Teig sollte nicht zu intensiv verrührt werden, keinesfalls mit dem Mixer rühren, sondern nur mit dem Kochlöffel und den Händen verkneten. In einem großen Topf Salzwasser zum Kochen bringen und den Teig portionsweise ins Wasser hobeln, nicht zu viel auf einmal. Wenn die Knöpfle oben schwimmen, werden sie mit dem Schaumlöffel abgeschöpft und in eine Schüssel mit etwas Butter am Boden gegeben. Darauf kommen ein paar Butterflocken und ein Teil der drei geriebenen bzw. zerbröselten Käsesorten. Darüber kommt die nächste Lage heiße Knöpfle, dann wieder Butter und Käse und so weiter. Am Ende etwas Kochwasser darübergeben, damit die Knöpfle nicht zu sehr kleben.
  3. Obenauf kommen etwas Röstzwiebeln, der Rest wird separat serviert.
  4. Als Beilage gehören Apfelmus und Kartoffelsalat dazu.

Das Rezept stammt aus dem Buch „Das kulinarische Manifest“ von Michael Langoth. Mit freundlicher Genehmigung des Verlags Anton Pustet.

Käsedreispitze

1/4 kg griffiges Mehl
1/8 kg Butter
1 Ei
Salz
4 dkg würziger Hartkäse
4 dkg Speck oder pikante Trockenwurst
1 Eidotter zum Bestreichen

  1. Das Mehl auf ein Nudelbrett geben, eine kleine Grube formen, die Butter klein schneiden und dazugeben, in die Grube kommen das Salz und das ganze Ei. Mit kühlen Händen rasch zusammenkneten. (Schneller geht es, wenn Sie alles auf einmal in der Küchenmaschine zusammenkneten.)
  2. Den Teig eine Stunde kühl rasten lassen. In der Zwischenzeit den Käse und den Speck bzw. die Wurst in kleine Würfel schneiden und vermengen.
  3. Nach dem Rasten den Teig dünn ausrollen und runde Stücke mit einem Durchmesser von 6 -7 cm ausstechen.
  4. Den Käse und den Speck in die Mitte der Teigstücke geben.
  5. Den Rand mit verquirltem Eidotter bestreichen und jedes Stück zu einem Dreispitz formen. Die geformten Stücke ebenfalls mit Eidotter bestreichen
  6. Im vorgeheizten Backrohr bei ca. 180 °C etwa 15 Minuten backen – nicht zu dunkel, die Käsedreispitze trocknen sonst zu sehr aus.

 

Dieses Rezept habe ich von Gabi Wimmer bekommen, sie hat es in einer Schachtel mit Kochbüchern und handgeschriebenen Rezepten aus den 1950iger-Jahren gefunden.

Mahlzeit

… und weil Vielfalt besser ist als Einfalt noch ein ganz anderes neues Buch … mit Heißem aus dem Küchenuniversum …
Mahlzeit!
Geschichten aus der Küche von Eva Rossmann

Helle, metallische Töne, wenn Pfannen und Töpfe auf den Herd gestellt werden. Am Griller zischt es. Die Dunstabzugshaube röhrt, die Spülmaschine dampft. Der Bon-Drucker rattert, die nächsten drei Tische werden annonciert. Konzert einer Küche im Hochbetrieb. Und die Journalistin und Krimiautorin Eva Rossmann mittendrin, Köchin aus Leidenschaft. Eine Verrückte, die es heiß und stressig liebt, so sieht sie sich selbst. Wenn sie darüber schreibt und uns das unbekannte Küchenuniversum näher bringt. Emotionen zwischen Köchin und Kellner, zwischen Gästen und Lieferanten. Berührendes über Lehrlinge und von Syrien in die Küche Geflohene. Amüsantes über Bocuse, Allergikerinnen und Königspudel, die nicht rauchen.

160 Seiten,
Hardcover
€ 16,95
ISBN 978-3-8000-7682-6
Carl Ueberreuter Verlag GmbH

Borstenvieh und Donauwalzer. Geschichten und Bräuche rund um den Jahreswechsel

Gibt es zu Silvester und Neujahr eigentlich noch mehr Bräuche als Bleigießen und Raketenschießen? In dem Buch von Reinhard Kriechbaum werden viele verschiedene Silvesterbräuche im deutschsprachigen Raum vorgestellt, von Glücksbringern bis zu Kalendergeschichten, von Gebräuchen zum Jahreswechsel bis zum Neujahrtag.

Der heilige Silvester – ein Papst kommt zum Jahreswechsel. Und dann wünschen wir immer wieder aufs Neue „einen guten Rutsch“, womit aber niemand aufs Glatteis geschickt werden soll! Woher diese Bezeichnung kommt, können Sie in dem Buch nachlesen.

Für den weit verbreiteten Wunsch „Prosit Neujahr“ nehmen wir bei den alten Römern Anleihe: „pro sit“ – es möge gut sein.

Verlag Anton Pustet
240 Seiten
durchgehend farbig bebildert
Preis € 19,95
ISBN 978-3-7025-0875-3

 

 

 

Schnee

Das Siaße und Piggalan sind die beiden bekanntesten Weihnachtsgerichte, die im Lavanttal am 24. Dezember und zu Silvester gegessen werden. Daneben gibt es noch ein weiteres Gericht, das traditionell am 25. Dezember, am Ostersonntag und am Pfingstsonntag zubereitet wird – Schnee.

Zutaten
30-40 dkg Reindling (vom Vortag)
2-3 EL Rum oder Schnaps
2-3 KL Zucker
¼ l Schlagobers

  1.  Den Reindling feinblättrig schneiden. Er soll mit wenigen Rosinen gefüllt sein.
  2. Das Schlagobers steif schlagen.
  3. Den Rum oder den Schnaps wässern. Zucker dazugeben und auflösen.
  4. Den Reindling in eine Schüssel einlegen. Die Flüssigkeit darüber träufeln. Eine Schicht Schlagobers darübergeben. Dies einmal wiederholen.
  5. Kühl stellen und einige Stunden stehen lassen.

Früher wurden Piggalan, das Siaße und Schnee von allen gemeinsam aus einer Schüssel gegessen.

 

Das große k.u.k. Mehlspeisenbuch

 Josef Zauner, Das große k.u.k. Mehlspeisenbuch. Die besten Rezepte vom berühmten Zuckerbäcker aus Bad Ischl, aufgezeichnet von Uschi Korda, Servus.

Die besten Rezepte vom berühmten Zuckerbäcker aus Bad Ischl. Ein Backbuch, das bei keinem Mehlspeisliebhaber im Bücherregal fehlen darf. Der über Österreich hinaus bekannte Konditormeister Josef Zauner aus der gleichnamigen Konditorei in Bad Ischl verrät über 100 seiner süßen Rezepte. Mit zahlreichen Fotos. Erschienen im Servus Verlag.

Maße: 19 × 25,5 cm; Umfang: 200 Seiten; Hardcover
ISBN: 978-3-7104-0146-6
€ 30,00

Mohntorte mit Topfencreme

Mohn-Biskuit
4 Bio-Freilandeier
9 dkg Kristallzucker
1 Prise Salz
10 dkg weiche Butter
3 dkg Staubzucker
15 dkg gemahlener Mohn
7 dkg geriebene Haselnüsse
2 dkg Weizenstärke
Butter und Mehl für die Form
10 Dosenpfirsiche

 Creme
18 dkg Topfen
50 ml Joghurt
7,5 dkg Staubzucker
1 P. Vanillezucker
1 Msp. Zimt
3/8 l geschlagenes Obers

Himbeergelee
10 dkg Himbeeren
10 dkg Zucker
2 Blatt Gelatine

Garnitur
Geschlagenes Obers
Pfirsiche

Zubereitung

  1. Backrohr auf 185 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  2. Eier trennen. Eiklar mit Kristallzucker und Salz zu Schnee schlagen. Butter mit Dotter und Staubzucker schaumig rühren und die beiden Massen vorsichtig vermischen.
  3. Mohn, Haselnüsse und Weizenstärke mischen und vorsichtig unter die Eiermasse heben.
  4. Eine Tortenform mit 26 cm Durchmesser mit Butter ausstreichen und mit Mehl bestauben. Die Masse einfüllen und im Rohr 50 bis 55 Minuten backen. Herausnehmen und im Tortenreifen auskühlen lassen.
  5. Die Pfirsiche in Spalten schneiden und auf der Torte verteilen.
  6. Topfen, Joghurt, Staubzucker mit Vanillezucker und Zimt verrühren. Dann das Schlagobers unterheben. Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Das Wasser abgießen und die aufgequollene Gelatine am Herd erwärmen und auflösen. Vorsichtig unter die Creme rühren. Auf die Mohntorte streichen und zum Absteifen mindestens 1 ½ Stunden in den Kühlschrank stellen.
  7. Für das Gelee die Himbeeren mit Zucker mixen. Gelatine einweichen, auflösen und unter das Fruchtmark rühren. Gleichmäßig auf die Torte gießen und nochmals zum Absteifen in den Kühlschrank stellen.
  8. Die Torte aus dem Reifen schneiden, mit Schlagobersrosetten und Pfirsichen garnieren.

Quelle: Josef Zauner, Das große k.u.k. Mehlspeisenbuch. Die besten Rezepte vom berühmten Zuckerbäcker aus Bad Ischl, aufgezeichnet von Uschi Korda, Servus. Mit freundlicher Genehmigung des Verlages.

 

Adventliches Apfelbrot

3/4 kg Äpfel
1/4 kg Rosinen
1/2 P. Feigen
1/2 P. Datteln
1/2 P. Aranzini
1/2 P. Citronat
15 dkg Haselnüsse im Ganzen
1/16 l Rum
1/4 kg Zucker
1 P. Lebkuchengewürz
1 EL Kakaopulver
1 Ei
1/2 kg Roggenmehl,
1/2 P. Backpulver
1/2 KL Salz

  1.  Die Äpfel schälen und grob reiben.
  2. Rosinen, geschnittene Feigen und Datteln, Arancini, Zitronat und Nüsse vermischen und mit Rum beträufeln. Zucker, Lebkuchengewürz und Kakao dazugeben. Mindestens 12 Stunden ziehen lassen.
  3. Am nächsten Tag das Roggenmehl mit dem Backpulver vermischen. Mehl, Ei und Salz zur Masse geben und verrühren. Bei 170 °C zirka 1 ½ Stunden backen.
  4. Das Apfelbrot sollte kühl gelagert werden.

Vielen Dank an Helga Granig aus Bad St. Leonhard für dieses köstliche vorweihnachtliche Rezept!

Girardirostbraten

Zutaten
4 Stück Rostbraten von der niederen Beiried
Salz, Pfeffer
etwas Mehl
2 EL Estragonsenf
Pflanzenöl oder Butterschmalz
1 TL Butter
1 feingehackte Zwiebel
¼ l trockener Weißwein
3/8 l Rindssuppe oder Kalbsjus
150 g Hamburgerspeck
15 dkg Champignons oder Austernpilze (ohne Stiel)
2 EL Butter
3 mittelgroße Essiggurken
10 gehackte Kapern
feingehackte Petersilie
abgeriebene Schaler von 1 Bio-Zitrone
¼ l Sauerrahm
1 TL Mehl
1 EL Estragonsenf
2 gekochte Eier
Petersilie für die Garnitur

  1. Den zugeputzten und von Sehnen befreiten Rostbraten klopfen, salzen und pfeffern. Jeweils eine Seite mehlieren und die andere Seite mit Senf bestreichen, danach in Öl oder Butterschmalz beidseitig kurz scharf anbraten. Das Fleisch aus der Pfanne nehmen und warm stellen.
  2. Butter in die Pfanne geben und die gehackte Zwiebel im Bratenrückstand goldgelb anrösten. Mit Weißwein ablöschen und mit Rindsuppe oder Kalbsjus aufgießen, Rostbraten dazugeben und ca. 40 Minuten zugedeckt bei mäßiger Hitze weichdünsten.
  3. In der Zwischenzeit Speck in feine Streifen schneiden und die Pilze grob hacken. Gemeinsam in der heißen Butter anschwitzen. Die Essiggurkerl in feine Streifen schneiden und gemeinsam mit den Kapern, der Petersilie und der Zitronenschale zugeben. Pfanne einstweilen beiseitestellen.
  4. Den Rostbraten aus dem Saft nehmen, Sauerrahm mit Mehl verrühren und in die Sauce einrühren, kurz leicht aufkochen und mit einem Pürierstab kräftig durchmixen.
  5. Zuletzt die Speck-Kapern-Pilze-Mischung in die Sauce einrühren. Mit Senf und Salz abschmecken. Den Rostbraten auf vorgewärmten Tellern anrichten, mit der Sauce überziehen und mit den geviertelten gekochten Eiern und etwas Petersilie garnieren. Dazu passen Bandnudeln.

Sie war Schauspielerin, eine exzellente Köchin und die Geliebte von Kaiser Franz Joseph. Katharina Schratt hatte deswegen immer ein Stück Rindfleisch vorrätig, falls der Kaiser vorbeischauen sollte. Eines Tages schneite allerdings Kollege Alexander Girardi, „Burg“-Star und Frauenschwarm, bei der Schratt herein. Er konnte Rindfleisch nicht leiden, also übertünchte sie den Geschmack mit Speck, Schwammerln, Kapern und Gewürzen. Girardi war begeistert – und ein neues Gericht war erfunden.

Quelle: Das große Servus Kochbuch, Band 2, Traditionelle Rezepte aus dem Alpenraum von Uschi Korda. Mit freundlicher Genehmigung des Verlages.