Rumpunsch

Zutaten
1 Biozitrone
10 dkg brauner Zucker
3 Orangen
3 Mandarinen
1 l Wasser
4 Beutel kräftiger Schwarztee, z.B. English Breakfast
Zimtrinde
Gewürznelken
1/4 l Rum (38 %)

  1. Die gelbe (!) Schale einer Biozitrone in feine Streifen schneiden. Mit braunem Zucker vermischen. Zitrone, Orangen und Mandarinen auspressen, dazugeben und zwei Stunden ziehen lassen.
  2. Mit  Wasser, Tee, etwas Zimtrinde und Gewürznelken einen kräftigen Schwarztee zubereiten. Verwenden Sie bitte guten Tee! Die Zucker-Früchte-Mischung abseihen, eventuell noch einmal erhitzen. Mit Rum abschmecken und heiß genießen, am besten mit gebratenen Maroni.
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Soeben erschienen …

Kochen wie früher im Lavanttal
192 Seiten
ISBN 978-3-200-05303-8
Erschienen im RE Verlag
Preis € 24,90

Strugglnudel, Piggalan, Scheadlan & Co – in diesem Kochbuch finden Sie alte Rezepte aus Kärnten, viele davon speziell aus dem Lavanttal, sowie bekannte Rezepte aus der bürgerlichen Küche ab dem Jahr 1897.

Dazu gibt es viele Hintergrundinformationen über die Lebensmittel, die in unserer Gegend traditionell gekocht und gegessen wurden.

Buchpräsentationen:
Bad St. Leonhard, Pfarrhof, 16.11.2017, 19.00 Uhr
St. Paul, GH Poppmeier, 23.11.2017, 19.00 Uhr
Reichenfels, Hirschenwirt, 29.11.2017, 19.00 Uhr
Wolfsberg, LFS Buchhof, 30.11.2017, 19.00 Uhr
Wolfsberg, Museum Lavanthaus, 6.12.2017, 19.00 Uhr

Weitere Präsentationen sind in Vorbereitung

Ich stelle mein Buch vor und erzähle, wie ich auf die Idee kam, die alten Rezepte zu sammeln und aufzuschreiben und woher die Rezepte stammen.

Das Buch ist im Büro der Unterkärntner Nachrichten, in den Raiffeisenfilialen des oberen und mittleren Lavanttales, in den Lagerhäusern Bad St. Leonhard und St. Andrä, im ADEG Reichenfels sowie im Buchhandel erhältlich.

 

Wir suchen Ihre Lieblingsrezepte

Die Planungsphase für das neue Buchhof-Kochbuch ist bald abgeschlossen – noch sichten wir Ihre Rezepte. Bitte schicken Sie uns Ihre Lieblingsrezepte aus Ihrer Buchhof-Zeit bis Ende November. Nur so viel sei verraten, wir haben schon sehr viele Zuschriften bekommen und die Auswahl wird spannend!

https://lfs-buchhof.school.blog/2017/10/11/wir-haben-bald-ein-neues-kochbuch/

Striezel

Zutaten
35 dkg griffiges Mehl
15 dkg Weizen- oder Dinkelvollkornmehl
3 EL Zucker
6 dkg Butter oder Schmalz
1 Würfel Germ
1 TL Salz
1/4 l Milch
2 Eier
Zitronenschale
1 Eidotter zum Bestreichen
Hagelzucker zum Bestreuen

1 Etwas Milch leicht erwärmen, die Germ darin auflösen und ein Dampfl zubereiten. An einem warmen Platz zugedeckt 20 Minuten gehen lassen.

2 Anschließend die restliche Milch etwas anwärmen, Salz, Butter oder Schmalz und Zucker darin auflösen und zum Mehl geben, auch die Eier und etwas geriebene Zitronenschale dazugeben. Mit dem Dampfl verkneten, bis sich der Teig glatt und glänzend von der Schüssel löst. Der fertige Teig wird bemehlt und soll 40 Minuten rasten.

3 Teilen Sie den Teig in fünf gleich große Stücke und rollen Sie ihn zu gleich langen Strängen aus. Diese Stränge werden wie ein Zopf geflochten. Arbeiten Sie immer von außen nach innen und abwechseln rechts und links: Der äußerste Strang wird über den nächstgelegenen Strang gelegt und unter dem mittleren durchgezogen. Flechten Sie so den ganzen Zopf. Wichtig ist, dass die Stränge glatt und regelmäßig dick geformt sind.

4 Der fertig geflochtene Zopf soll nun eine halbe Stunde lang gehen, dann wird er mit Eidotter bestrichen und mit Hagelzucker bestreut. Bei 180 °C ungefähr 40 Minuten backen. Stellen Sie ein feuerfestes Schüsserl mit Wasser ins Rohr, dann trocknet der Teig weniger aus.

wild und unwiderstehlich

wild und unwiderstehlich
Neue Köstlichkeiten aus der Wildpfanzenküche von Inge Waltl

30 Pflanzen werden in diesem Buch mit Bildern und genauen Informationstexten vorgestellt, zu jeder einzelnen Pflanze gibt es köstliche Rezepte, beispielsweise für  Rohkost, Suppen, Salate, Brot, Pesto, pikante und süße Speisen, Konfekt, Getränke, Marmeladen, Kekse.

240 Seiten, durchgehend farbig bebildert.
ISBN 9-783702-508630

Himbeeressig

Aus den letzten Herbsthimbeeren …
Dieser Essig eignet sich sehr gut für Wildkräutersalate und Salate mit Früchten.

Zutaten
2-4 Handvoll Himbeeren
1 l Balsamico (weiß) oder anderer zarter Weißweinessig
1 EL Honig oder Läuterzucker

Zubereitung
Die Himbeeren mit Essig übergießen, Honig oder Läuterzucker zugeben und mindestens zwei Wochen ziehen lassen. Die Beeren können dann entweder abgeseiht oder im Essig gelassen werden.

Mit freundlicher Genehmigung des Verlags Anton Pustet aus dem Kochbuch wild und unwiderstehlich, Neue Köstlichkeiten aus der Wildpfanzenküche von Inge Waltl.
240 Seiten, durchgehend farbig bebildert.
ISBN 9-783702-508630

Milchreis

Milchreis klingt doch ganz einfach, oder? Erst nach vielen Versuchen, Milchreis zu kochen, bin ich vor Kurzem daraufgekommen, was das Um und Auf ist – der Reis muss langsam, d.h. auf niedrigster Stufe, in der Milch köcheln, denn dadurch löst sich Stärke aus den Reiskörnern und der Milchreis wird schön mollig. Dann braucht es kein Puddingpulver, wie es in manchen Rezepten vorgeschlagen wird!

Zutaten
1/2 l Milch
7 dkg Rundkornreis
eine Prise Salz
Zucker
Schokolade oder Kakaopulver
bzw. Zimt

 

Zubereitung

1 Die Milch salzen und aufkochen. Den Reis in die Milch geben und 45 Minuten lang aufniedrigster Flamme langsam köcheln lassen.

2 Mit Zucker sowie Zimt bzw. geriebener Schokolade oder Kakaopulver servieren.

 

Erdäpfelsterz

3/4 kg gekochte mehlige Erdäpfel
1/4 kg griffiges Mehl
10 dkg (Butter-)Schmalz
Salz

  1. Die Erdäpfel kochen, schälen und grob reiben. Sie werden mit dem Mehl und dem Salz vermischt, die Masse wird dabei bröckelig.
  2. In einer Pfanne das Schmalz erhitzen, die Erdäpfel-Mehl-Masse dazugeben und gut rösten – dabei fleißig gabeln, bis der Sterz feinbröckelig ist.
  3. Nach Geschmack mit Grammeln bestreuen.
  4. Dazu passen saure Milch, Apfelmus oder Apfelmandl.

Peaggl, Ertepfl, Erpirn, Fletzbirn, Ruabn, Erdruaben – Erdäpfel standen bei den amerikanischen Ureinwohnern schon vor über 10 000 Jahren auf dem Speisezettel. Sie sind nach der Entdeckung Amerikas durch Kolumbus nach Europa gekommen. Zwischen 1540 und 1565 kamen die ersten Erdäpfel nach Spanien, sie waren so wertvoll, dass die Knollen als Geschenke unter Fürsten verwendet wurden. In Europa waren sie lange Zeit Zierpflanzen. Erst ab 1750 begann sich ihr Anbau durchzusetzen, dann lösten die Erdäpfel die Pastinaken ab. In Kärnten dauerte es etwas länger, bis sich die Erdäpfel verbreiteten, erst infolge der Franzosenkriege und Missernten in den Jahren1804/05 wurden sie hierzulande vermehrt angebaut.

 

Lavanttaler Apfelknödel

Zutaten
1/2 kg Äpfel
1/2 TL Salz
1 EL Milch
1 Ei
15 dkg griffiges Mehl
4 dkg Butter
5 dkg Zucker

Butterbrösel
4 dkg Butter
3 EL Brösel
Zimt
Staubzucker

 

  1. Die Äpfel schälen und kleinwürfelig schneiden oder grob reiben. Mit dem Ei, der Milch, dem Mehl und etwas Salz gut vermengen. Die Masse eine Stunde rasten lassen.
  2. Ein Probeknöderl formen, in kochendes Salzwasser einlegen und zwölf Minuten ziehen lassen. Wenn es zerfällt, geben Sie noch ein Ei und eventuell etwas Mehl zur Masse.
  3. Die Knödel einkochen und sieden lassen. Wenn sie oben am Kochwasser schwimmen, sind sie fertig.
  4. Die Apfelknödel werden mit zerlassener Butter, Zimt und Zucker angerichtet.
  5. Sie können auch mit Butterbröseln angerichtet werden. Dazu wird Butter in einer Pfanne zerlassen und darin werden 3 EL Brösel angeröstet. Mit Zimt und Zucker bestreuen.

Herzlichen Dank an Frau Erika Magele aus St. Johann für dieses Rezept.

Schwammerlrolle

Zutaten
3/4 kg mehlige Erdäpfel
5 dkg Butter
2 Eier
1 EL zerlassene Butter
Salz, Muskat
10 dkg Weizengrieß
griffiges Mehl nach Bedarf

Fülle
1 EL Rapsöl
1/2 kg frische Eierschwammerl
1/2 Zwiebel
Salz, Pfeffer
1/2 Bund Petersilie
1/2 Becher Sauerrahm

Zubereitung

  1. Einen Erdäpfelteig zubereiten: Die Erdäpfel kochen, noch heiß schälen und durch eine Erdäpfelpresse drücken, dann rasch mit allen anderen Zutaten verkneten. 20 Minuten rasten lassen.
  2. Für die Fülle die Zwiebel fein schneiden und in Rapsöl anrösten, geschnittene Schwammerl dazugeben und mitrösten, bis die ganze Flüssigkeit verkocht ist. Etwas abkühlen lassen und Salz, Pfeffer, geschnittene Petersilie und Sauerrahm gut unterrühren.
  3. Ein sauberes Baumwolltuch mit Mehl bestäuben.
  4. Ein Nudelbrett gut bemehlen und den Erdäpfelteig auf einem Nudelbrett zu einem quadratischen Fleck ausrollen. Die Fülle darauf verteilen, dann den Teig wie eine Biskuitroulade einrollen und die Ränder gut verschließen. Behutsam auf das bemehlte Tuch rollen, dieses gut verschließen und in wallendem Salzwasser 45 Minuten sieden. Anschließend aus dem Tuch nehmen (Vorsicht – sehr heiß!) und servieren.
  5. Dazu passt Salat und eine kalte Kräutersoße auf Sauerrahmbasis.

Tipp: Um den Geschmack der Schwammerl besser zu erhalten, werden sie mit einem Pinsel gereinigt und nicht gewaschen.