Hollersuppe

1 kg reife, abgerebelte, schwarze Hollerbeeren
1 kleine Zimtrinde
3 Gewürznelken
3-4 frische Salbeiblätter
1–2 EL Mehl
Zucker nach Belieben.

  • Die Hollerbeeren mit so viel heißem Wasser übergießen, dass sie gut bedeckt sind. Mit beiden Händen gut kneten, eine Stunde stehen lassen, dann die Beeren fest ausdrücken.
  • Den Saft durch ein feines Sieb oder Baumwolltuch abseihen und auf die Seite stellen.
  • Diesen Vorgang einmal wiederholen.
  • Die Zimtrinde, die Gewürznelken und die Salbeiblätter zum Saft geben und 30 Minuten kochen. (Die Beeren können auch dampfentsaftet werden –der Geschmack ist dann allerdings weniger intensiv.)
  • Das Mehl in kaltem Wasser auflösen und in den kochenden Hollersaft einrühren. Unter Rühren einmal aufkochen lassen, der Saft sollte nun sämig sein.
  • Nach Geschmack zuckern.
  • Hollersuppe wird kalt gegessen und mit Brotwürfeln oder -schnitten serviert.

Hollerbeeren müssen beim Pflücken reif – sprich tiefschwarz – sein! Unreife, also grüne Früchte sind giftig. Aber auch reife Beeren sollte man nicht frisch essen, da sie Brechreiz und Durchfall verursachen können. Erst beim Kochen verliert der giftige Bestandteil, das Sambunigrin, seine Wirkung. Dann allerdings werden die gesunden Inhaltsstoffe des Hollers wirksam: Sie stärken das Immunsystem, unterstützen wichtige Funktionen im Körper und helfen, z. B. nach einer Magen-Darm-Erkrankung, den Mineralstoffhaushalt wiederherzustellen. Schwarzer Holler ist reich an Vitaminen und die Beeren enthalten viele Mineralstoffe, besonders Kalium und Magnesium.

Früher wurde in vielen Haushalten der Salbei nur für die Hollersuppe angebaut, daher wurde er bei uns „Suppensolfa“ genannt.


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