Schmalzmus

Die Lavanttaler Hochzeitstafel
Pfarrer Mathias Decrignis beschreibt seinem im Jahr 1812 fertiggestellten Bericht „Der Lavantthaler Bauer“ ausführlich, wie vornehme Hochzeiten im Lavanttal abliefen. Das erste Essen wurde um 12 Uhr gereicht, es wurde Frühstück genannt und bestand aus sechs Gängen. Das eigentliche Hochzeitsmahl begann um 8 Uhr abends und bestand aus neun Gängen. Eine Speise, die bei keiner Hochzeitstafel fehlen durfte, war das Schmalzmus, das als dritter von neun Gängen serviert wurde.

250 g griffiges Mehl
2 Eier
1 Prise Salz
Milch
3 EL Schlagobers
1 Handvoll Rosinen
1 EL Butterschmalz
Zimt
Zucker

  • Für die Farfalan Mehl, Eier und Salz zu einem sehr festen Teig verkneten. Nur so viel Wasser dazugeben, dass der Teig bindet.
  • Eine halbe Stunde rasten lassen.
  • Den Teig mit einem groben Reibeisen auf ein sauberes Baumwolltuch reiben.
  • In eine breite Rein 1 cm hoch Milch und Schlagobers füllen, leicht salzen und aufkochen.
  • Die Farfalan einkochen, die Rosinen dazugeben und umrühren.
  • Das Butterschmalz darübergeben und mit geschlossenem Deckel 45 Minuten im Rohr bei 175 °C ausdünsten lassen.
  • Vor dem Essen mit Zimt bestreuen und nach Geschmack etwas zuckern.
  • Schmalzmus wurde früher häufig auch mit Birn- oder Bockshörndlmehl bzw. Mohn bestreut.


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