Maiwipfel, so werden die frischen, hellgrünen Triebe, die die Fichten im Mai ansetzen,
bei uns genannt. Sie sind hellgrün und weich, am besten verwendet man sie, wenn sie ungefähr 2 bis 3 cm lang sind. Zusätzlich kann man auch Tannen- oder Lärchenwipfel sowie die Triebe von Wacholdersträuchen verwenden.
Die jungen Triebspitzen enthalten vor allem ätherische Öle, Harze, Tannine und viel Vitamin C. Sie wirken antibakteriell und schleimlösend.
1/2 kg frisch gepflückte Maiwipfel
1 kg Zucker
- Maiwipfel und Zucker werden in mehreren Schichten in ein Glas gegeben.
- Die oberste Schicht muss aus Zucker bestehen und die Wipfel gut abschließen. Das Glas mit einem Baumwolltuch abdecken. An einem hellen, warmen Platz zwei Wochen stehen lassen. Nach und nach bildet sich ein honigfarbener Saft, die Maiwipfel werden dabei hellbraun. Früher stellte man das Glas zwischen die beiden Scheiben eines Kastenfensters – die gibt es heute kaum mehr, aber in meiner Kindheit waren sie fast in jedem Haushalt zu finden.
- Nach zwei Wochen wird der Saft durch ein Baumwolltuch abgeseiht und in dunkle Gläser gefüllt.
- Der Maiwipfelsaft hält bis weit in den Winter hinein und ist ein altes Hausmittel gegen Husten – dazu nimmt man einen Teelöffel vom Maiwipfelsirup ein oder man löst ihn in einem Glas Milch auf.
