Woazeachlan

Woazeachlan sind kleine, ungefüllte Buchteln. Sie wurden im Volksmund auch „Letztes Abendmahl“ genannt und am Abend des Gründonnerstags gegessen. Alle saßen um den Tisch herum, in der Mitte stand eine Schüssel mit warmer Tunkmilch, darin wurden
die Woazechalan eingetaucht. Dieses Gericht gab es früher auch am 24. Dezember, der ein strenger Fasttag war, zu Mittag. Das Rezept stammt von der Thomelebäurin, meiner Tante, Paula Steinkellner, die in der Kliening aufgewachsen ist.
Zeachlan oder Zechlan meint in unserem Dialekt kleine Zehen.

¼ l Milch
1 Würfel frische Germ
1 TL Salz
80 g Butter(-schmalz)
3 EL Zucker
½ kg Mehl
2 Eier
Zitronenschale
80 g Butter

  • Etwas Milch leicht erwärmen, die Germ darin auflösen und ein Dampfl zubereiten. An einem warmen Platz zugedeckt 20 Minuten gehen lassen.
  • Dann die restliche Milch etwas anwärmen. Salz, Butter oder Butterschmalz und Zucker darin auflösen und zum Mehl geben, auch die Eier und etwas geriebene Zitronenschale beifügen. Mit dem Dampfl verkneten, bis sich der Teig glatt und glänzend von der Schüssel löst.
  • Der fertige Teig wird bemehlt und soll 40 Minuten rasten.
  • Die Butter in einem Reindl zerlassen.
  • Den Germteig noch einmal kneten und in sehr kleine Stücke teilen (jeweils 1 TL Teig).
  • Die Teigstücke in der zerlassenen Butter drehen.
  • Eng nebeneinander in die Backform stellen. Noch einmal 20 Minuten gehen lassen.
  • Im vorgeheizten Backrohr bei 180 °C zirka 45 Minuten backen. Beim Backen ein feuerfestes Schüsserl mit Wasser ins Rohr stellen, dann trocknet der Teig weniger aus.


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