Der Weichnreindling
In jeden Korb, der zur Fleischweihe getragen wird, gehört ein Weichnreindling. Auf den Bauernhöfen hat früher jeder zu Ostern einen Reindling, den sogenannten Schmölza, und gefärbte Eier bekommen. Die Reindlinge waren verschieden groß -für jeden gab es einen, entsprechend seines Alters und seiner Stellung am Hof.
Reindling oder Reinling? Grundsätzlich müsste es Reinling heißen, von der Rein, in der er ursprünglich gebacken wurde, aber im Laufe der Jahre hat sich Reindling durchgesetzt.
½ kg Mehl
3 EL Zucker
60 g Butter und/oder Schweineschmalz
1 Würfel Germ
1 TL Salz
¼ l Milch
2 Eier
Zitronenschale
Fülle:
3 EL Zucker
2 TL Zimt
2 Handvoll Rosinen, nach Geschmack auch mehr
Butter oder Schweineschmalz zum Befetten der Form
- Für den Germteig ( hier das -> Grundrezept) etwas Milch leicht erwärmen, die Germ darin auflösen und ein Dampfl ansetzen. An einem warmen Ort zugedeckt 20 min gehen lassen.
- Die restliche Milch mit der Butter erwärmen, bis die Milch lauwarm ist. Dampfl, Mehl, die lauwarme Milch-Butter-Mischung, Salz, Zucker, Eier und etwas geriebene Zitronenschale gut miteinander verkneten, bis sich der Teig glatt von der Schüssel löst.
- 40 Minuten zugedeckt an einem warmen Ort rasten lassen. Anschließend den Teig noch einmal kneten und ausrollen.
- Zimt, Zucker und Rosinen gleichmäßig darauf verteilen. Der Länge nach einrollen.
- Den Teig in eine ausgefettete Form geben und zugedeckt 45 Minuten gehen lassen.
- In das kalte Backrohr stellen, auf 180 °C einschalten, die Backzeit beträgt ungefähr 50 Minuten.
- Der Reindling wird saftiger, wenn eine kleine, mit Wasser gefüllte Form mit ins Rohr gestellt wird.
- Wenn er fertig gebacken ist, nimmt man ihn aus dem Rohr und lässt ihn noch zehn Minuten stehen, erst dann wird der Reindling aus der Form gestürzt.
