Ein strenger Fasttag
Am Karfreitag wird auch heute noch von vielen gefastet. Früher war er ein sehr strenger Fasttag, oftmals wurde daher zu Mittag nur eine Mehlsuppe gegessen. Mein Großvater (Jahrgang 1888), der sehr religiös war, hat dabei sogar auf die Buttermilch bzw. saure Milch verzichtet, weil er an diesem Tag nichts aß, was tierischen Ursprungs war – seine Suppe war damit nach heutiger Begriffen streng genommen vegan. Auch heute noch kommt die Mehlsuppe an Fasttagen, speziell am Karfreitag, im Lavanttal häufig auf den Tisch.
1/2 l Wasser
Salz, Pfeffer
Kümmel
1/2 l Buttermilch oder saure Milch
2 EL Mehl
Brot oder Erdäpfelbröckerl
Schnittlauch
- Das Wasser mit dem Kümmel aufkochen.
- Die Buttermilch – sie gab es früher nur im Sommer – oder die saure Milch mit dem Mehl versprudeln und in das kochende Kümmelwasser geben.
- Mit einem Schneebesen versprudeln, würzen und noch einmal aufkochen lassen.
- In manchen Haushalten wurde das Mehl mit Wasser verrührt und durch ein Sieb ins kochende Wasser eingekocht.
- Zum Servieren wird die Suppe über blättrig geschnittenes, kurz gebähtes Brot gegossen. Im unteren Tal kommen statt den Brotschnnittlan häufig Erdäpfelbröckerl in die Suppe
- Mit Schnittlauch anrichten.
Uta Staubmann vlg. Kuttner erzählt, dass die Mehlsuppe auch süß zubereitet werden kann – und zwar mit süßem Rahm, also Schlagobers. Dann wird kein Kümmel verwendet.

2 responses to “Mehlsuppe”
Danke für Dein authentisches Rezept
Mit einem Gewissen Schmunzeln habe ich es gelesen
In meiner Kindheit gab es eine ähnliche Suppe
sehr selten – wenn Mama krank oder nicht da war
„Wasserknippches Sopp „ Mehlkügelchen in gewürztem Wasser ….
Muskatnuss, Pfeffer u Salz waren die Geschmacksträger
Wir sehnten die Küche unserer Mutter sehnsüchtig herbei
😅😅😅lg Meggie
So süß!!!!