Milzschnitten

Zutaten
3 Semmeln
10 dkg passierte Milz
3 dkg Butter
1 Ei
Salz, Pfeffer
Majoran
1/2 Zwiebel
Petersilie
Rapsöl zum Braten

Zubereitung
Semmeln in dünne Scheiben schneiden.
Butter flaumig rühren, Dotter, passierte Milz, fein geschnittene Zwiebel, Petersilie, Salz, Pfeffer und Majoran gut darunterrühren.
Die Masse dick auf die Semmelscheiben streichen.
In einer beschichteten Pfanne etwas Öl heiß werden lassen (nur wenig, die Semmeln saugen alles auf) und die untere Seite anbraten. Wenn die Milzmasse auf der Oberseite leicht glasig wird, die Schnitten umdrehen und auf der anderen Seite anbraten.

Wird in heller Rindssuppe oder Gemüsesuppe serviert.

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Strugglnudel

Zutaten
25 dkg griffiges Mehl
25 dkg glattes Mehl
2 Eier
Salz

Zubereitung
Nudelteig zubereiten (-> Grundrezept Nudelteig) , 15 Minuten rasten lassen und sehr dünn zu einem großen, eher länglichen Fleck auswalken.
Den Teigfleck mit zerlassener Butter bestreichen und von der Längsseite her einrollen. Nun kann man entweder vom Teigschlankel 10 cm lange Stücke abschneiden oder ihn im Ganzen in eine Serviette einrollen. In leicht gesalzenem Wasser eine Stunde kochen lassen.
Nach dem Kochen Strugglnudel in feine Streifen schneiden und in Butter anbraten. Mit Apfelkompott oder Apfelmus servieren, nach Geschmack zuckern.
Strugglnudeln können vor dem Kochen aber auch gefüllt werden – mit Apfel- oder Mohnfülle, weiters kann die gleiche Fülle verwendet werden wie für Kärntner Nudeln oder Kletzennudeln. Bei dieser Zubereitung wird der ausgerollte Teig mit der Fülle bestrichen und wie ein Strudel eingerollt, in eine Serviette gewickelt und eine Stunde lang gekocht. Die fertigen Struggln werden in 1 cm dicke Stücke geschnitten und ebenfalls in Butter angeröstet.
Ich danke Sabine Vopava und ihrer Mutter Hemma Gerlitz aus Preitenegg! Sie haben mir wichtige Hinweise gegeben.

Reibgerstel

Zutaten
1/4 kg griffiges Mehl
2 Eier
Salz

Zubereitung
Aus Mehl, Eiern und Salz einen sehr festen Teig bereiten. Nur so viel Wasser dazugeben, dass die Masse bindet. 30 min rasten lassen. Den Teig mit einem groben Reibeisen auf ein sauberes Tuch reiben.
Reibgerstel sind eine wunderbare Suppeneinlage. Sie können auch als Beilage verwendet werden, dann werden sie im Verhältnis 2:1 gekocht. Getrocknet können sie wie Nudeln aufbewahrt werden.

Wurzelsuppe mit Heidenknödeln

Zutaten
2 EL Öl
1 Tasse Wurzelwerk (ca. 60 dkg)
Salz, Pfeffer, Lorbeerblatt, etwas Majoran
10 dkg Heidenmehl (= Buchweizenmehl)
1 Ei

Zubereitung
Wurzelwerk waschen, putzen und schneiden. In Öl langsam anrösten – dabei sollte man etwas Geduld haben, denn die Röststoffe ergeben den guten Geschmack der Suppe. Mit 1 l Wasser aufgießen, würzen und ca. 20 min kochen lassen.
Für die Knödel Mehl, Ei, Salz und etwas Wasser verkneten und kleine Knödel formen. In kochendes Salzwasser einlegen und ca. 15 min ziehen lassen.

Grießnockerlsuppe

Zutaten
6 dkg Butter
1 Ei
12 dkg Grieß
Salz, Muskatnuss

1 l klare Rinds-, Hühner- oder Gemüsesuppe

Zubereitung
Butter etwas weich werden lassen, mit dem Ei gut verrühren. Salz und etwas geriebene Muskat dazu geben. Grieß in die Masse einrühren, eine viertel Stunde rasten lassen.
Mit zwei Teelöffeln Nockerln aus der Masse formen und in leicht kochendem Salzwasser 12 Minuten ziehen lassen, die Nockerl gehen dabei auf.
Die fertigen Nockerl auf Tellern anrichten und klare heiße Suppe darübergießen. Mit Schnittlauch oder Petersilie servieren.

Übrigens: Perfekt sind die Grießnockerl, wenn sie außen sehr flaumig sind und innen einen winzigen harten Kern haben.

Kaiserschöberl

Kaiserschöberl sind eine typisch altösterreichische Suppeneinlage. In sehr alten Kochbüchern, z.B. Prato, findet man das Rezept auch unter dem Namen Biskuitpflanzl. Typisch für alle Schöberl ist die Rautenform.

Zutaten

4 dkg Butter
etwas Salz
3 Dotter
1 1/2 EL Milch oder Schlagobers
8 dkg Mehl
3 Eiklar

Zubereitung
Backblech vorbereiten.
Butter, Salz und Dotter sehr schaumig rühren, Milch oder Schlagobers dazugeben, Mehl dazumengen.
Eiklar steifschlagen und vorsichtig unter die Masse rühren.
Die Schöberlmasse fingerdick auf ein Blech streichen und im nicht allzu heißen Rohr (165 °) goldgelb backen.
Nach dem Backen kurz überkühlen lassen und mit einem scharfen Messer in kleine gleichmäßige Rauten schneiden.