Borstenvieh und Donauwalzer. Geschichten und Bräuche rund um den Jahreswechsel

Gibt es zu Silvester und Neujahr eigentlich noch mehr Bräuche als Bleigießen und Raketenschießen? In dem Buch von Reinhard Kriechbaum werden viele verschiedene Silvesterbräuche im deutschsprachigen Raum vorgestellt, von Glücksbringern bis zu Kalendergeschichten, von Gebräuchen zum Jahreswechsel bis zum Neujahrtag.

Der heilige Silvester – ein Papst kommt zum Jahreswechsel. Und dann wünschen wir immer wieder aufs Neue „einen guten Rutsch“, womit aber niemand aufs Glatteis geschickt werden soll! Woher diese Bezeichnung kommt, können Sie in dem Buch nachlesen.

Für den weit verbreiteten Wunsch „Prosit Neujahr“ nehmen wir bei den alten Römern Anleihe: „pro sit“ – es möge gut sein.

Verlag Anton Pustet
240 Seiten
durchgehend farbig bebildert
Preis € 19,95
ISBN 978-3-7025-0875-3

 

 

 
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Schnee

Das Siaße und Piggalan sind die beiden bekanntesten Weihnachtsgerichte, die im Lavanttal am 24. Dezember und zu Silvester gegessen werden. Daneben gibt es noch ein weiteres Gericht, das traditionell am 25. Dezember, am Ostersonntag und am Pfingstsonntag zubereitet wird – Schnee.

Zutaten
30-40 dkg Reindling (vom Vortag)
2-3 EL Rum oder Schnaps
2-3 KL Zucker
¼ l Schlagobers

  1.  Den Reindling feinblättrig schneiden. Er soll mit wenigen Rosinen gefüllt sein.
  2. Das Schlagobers steif schlagen.
  3. Den Rum oder den Schnaps wässern. Zucker dazugeben und auflösen.
  4. Den Reindling in eine Schüssel einlegen. Die Flüssigkeit darüber träufeln. Eine Schicht Schlagobers darübergeben. Dies einmal wiederholen.
  5. Kühl stellen und einige Stunden stehen lassen.

Früher wurden Piggalan, das Siaße und Schnee von allen gemeinsam aus einer Schüssel gegessen.

 

Das große k.u.k. Mehlspeisenbuch

 Josef Zauner, Das große k.u.k. Mehlspeisenbuch. Die besten Rezepte vom berühmten Zuckerbäcker aus Bad Ischl, aufgezeichnet von Uschi Korda, Servus.

Die besten Rezepte vom berühmten Zuckerbäcker aus Bad Ischl. Ein Backbuch, das bei keinem Mehlspeisliebhaber im Bücherregal fehlen darf. Der über Österreich hinaus bekannte Konditormeister Josef Zauner aus der gleichnamigen Konditorei in Bad Ischl verrät über 100 seiner süßen Rezepte. Mit zahlreichen Fotos. Erschienen im Servus Verlag.

Maße: 19 × 25,5 cm; Umfang: 200 Seiten; Hardcover
ISBN: 978-3-7104-0146-6
€ 30,00

Mohntorte mit Topfencreme

Mohn-Biskuit
4 Bio-Freilandeier
9 dkg Kristallzucker
1 Prise Salz
10 dkg weiche Butter
3 dkg Staubzucker
15 dkg gemahlener Mohn
7 dkg geriebene Haselnüsse
2 dkg Weizenstärke
Butter und Mehl für die Form
10 Dosenpfirsiche

 Creme
18 dkg Topfen
50 ml Joghurt
7,5 dkg Staubzucker
1 P. Vanillezucker
1 Msp. Zimt
3/8 l geschlagenes Obers

Himbeergelee
10 dkg Himbeeren
10 dkg Zucker
2 Blatt Gelatine

Garnitur
Geschlagenes Obers
Pfirsiche

Zubereitung

  1. Backrohr auf 185 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  2. Eier trennen. Eiklar mit Kristallzucker und Salz zu Schnee schlagen. Butter mit Dotter und Staubzucker schaumig rühren und die beiden Massen vorsichtig vermischen.
  3. Mohn, Haselnüsse und Weizenstärke mischen und vorsichtig unter die Eiermasse heben.
  4. Eine Tortenform mit 26 cm Durchmesser mit Butter ausstreichen und mit Mehl bestauben. Die Masse einfüllen und im Rohr 50 bis 55 Minuten backen. Herausnehmen und im Tortenreifen auskühlen lassen.
  5. Die Pfirsiche in Spalten schneiden und auf der Torte verteilen.
  6. Topfen, Joghurt, Staubzucker mit Vanillezucker und Zimt verrühren. Dann das Schlagobers unterheben. Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Das Wasser abgießen und die aufgequollene Gelatine am Herd erwärmen und auflösen. Vorsichtig unter die Creme rühren. Auf die Mohntorte streichen und zum Absteifen mindestens 1 ½ Stunden in den Kühlschrank stellen.
  7. Für das Gelee die Himbeeren mit Zucker mixen. Gelatine einweichen, auflösen und unter das Fruchtmark rühren. Gleichmäßig auf die Torte gießen und nochmals zum Absteifen in den Kühlschrank stellen.
  8. Die Torte aus dem Reifen schneiden, mit Schlagobersrosetten und Pfirsichen garnieren.

Quelle: Josef Zauner, Das große k.u.k. Mehlspeisenbuch. Die besten Rezepte vom berühmten Zuckerbäcker aus Bad Ischl, aufgezeichnet von Uschi Korda, Servus. Mit freundlicher Genehmigung des Verlages.

 

Adventliches Apfelbrot

3/4 kg Äpfel
1/4 kg Rosinen
1/2 P. Feigen
1/2 P. Datteln
1/2 P. Aranzini
1/2 P. Citronat
15 dkg Haselnüsse im Ganzen
1/16 l Rum
1/4 kg Zucker
1 P. Lebkuchengewürz
1 EL Kakaopulver
1 Ei
1/2 kg Roggenmehl,
1/2 P. Backpulver
1/2 KL Salz

  1.  Die Äpfel schälen und grob reiben.
  2. Rosinen, geschnittene Feigen und Datteln, Arancini, Zitronat und Nüsse vermischen und mit Rum beträufeln. Zucker, Lebkuchengewürz und Kakao dazugeben. Mindestens 12 Stunden ziehen lassen.
  3. Am nächsten Tag das Roggenmehl mit dem Backpulver vermischen. Mehl, Ei und Salz zur Masse geben und verrühren. Bei 170 °C zirka 1 ½ Stunden backen.
  4. Das Apfelbrot sollte kühl gelagert werden.

Vielen Dank an Helga Granig aus Bad St. Leonhard für dieses köstliche vorweihnachtliche Rezept!