Girardirostbraten

Zutaten
4 Stück Rostbraten von der niederen Beiried
Salz, Pfeffer
etwas Mehl
2 EL Estragonsenf
Pflanzenöl oder Butterschmalz
1 TL Butter
1 feingehackte Zwiebel
¼ l trockener Weißwein
3/8 l Rindssuppe oder Kalbsjus
150 g Hamburgerspeck
15 dkg Champignons oder Austernpilze (ohne Stiel)
2 EL Butter
3 mittelgroße Essiggurken
10 gehackte Kapern
feingehackte Petersilie
abgeriebene Schaler von 1 Bio-Zitrone
¼ l Sauerrahm
1 TL Mehl
1 EL Estragonsenf
2 gekochte Eier
Petersilie für die Garnitur

  1. Den zugeputzten und von Sehnen befreiten Rostbraten klopfen, salzen und pfeffern. Jeweils eine Seite mehlieren und die andere Seite mit Senf bestreichen, danach in Öl oder Butterschmalz beidseitig kurz scharf anbraten. Das Fleisch aus der Pfanne nehmen und warm stellen.
  2. Butter in die Pfanne geben und die gehackte Zwiebel im Bratenrückstand goldgelb anrösten. Mit Weißwein ablöschen und mit Rindsuppe oder Kalbsjus aufgießen, Rostbraten dazugeben und ca. 40 Minuten zugedeckt bei mäßiger Hitze weichdünsten.
  3. In der Zwischenzeit Speck in feine Streifen schneiden und die Pilze grob hacken. Gemeinsam in der heißen Butter anschwitzen. Die Essiggurkerl in feine Streifen schneiden und gemeinsam mit den Kapern, der Petersilie und der Zitronenschale zugeben. Pfanne einstweilen beiseitestellen.
  4. Den Rostbraten aus dem Saft nehmen, Sauerrahm mit Mehl verrühren und in die Sauce einrühren, kurz leicht aufkochen und mit einem Pürierstab kräftig durchmixen.
  5. Zuletzt die Speck-Kapern-Pilze-Mischung in die Sauce einrühren. Mit Senf und Salz abschmecken. Den Rostbraten auf vorgewärmten Tellern anrichten, mit der Sauce überziehen und mit den geviertelten gekochten Eiern und etwas Petersilie garnieren. Dazu passen Bandnudeln.

Sie war Schauspielerin, eine exzellente Köchin und die Geliebte von Kaiser Franz Joseph. Katharina Schratt hatte deswegen immer ein Stück Rindfleisch vorrätig, falls der Kaiser vorbeischauen sollte. Eines Tages schneite allerdings Kollege Alexander Girardi, „Burg“-Star und Frauenschwarm, bei der Schratt herein. Er konnte Rindfleisch nicht leiden, also übertünchte sie den Geschmack mit Speck, Schwammerln, Kapern und Gewürzen. Girardi war begeistert – und ein neues Gericht war erfunden.

Quelle: Das große Servus Kochbuch, Band 2, Traditionelle Rezepte aus dem Alpenraum von Uschi Korda. Mit freundlicher Genehmigung des Verlages.

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Das große Servus Kochbuch, Band 2

Das große Servus Kochbuch
Band 2
Traditionelle Rezepte aus dem Alpenraum
von Uschi Korda

398 Seiten
ISBN 9-783710-40148-0
Preis € 29,90

Seit der ersten Ausgabe des Magazins Servus in Stadt & Land werden die Leser mit köstlichen Rezepten verwöhnt. Daraus entstand vor vier Jahren „Das große Servus Kochbuch“. Nun werden im „Das große Servus Kochbuch – Band 2“ 184 Rezepte serviert – eine geschmackvolle Reise durchs Jahr mit Gerichten aus alpenländischen Regionen.

Rumpunsch

Zutaten
1 Biozitrone
10 dkg brauner Zucker
3 Orangen
3 Mandarinen
1 l Wasser
4 Beutel kräftiger Schwarztee, z.B. English Breakfast
Zimtrinde
Gewürznelken
1/4 l Rum (38 %)

  1. Die gelbe (!) Schale einer Biozitrone in feine Streifen schneiden. Mit braunem Zucker vermischen. Zitrone, Orangen und Mandarinen auspressen, dazugeben und zwei Stunden ziehen lassen.
  2. Mit  Wasser, Tee, etwas Zimtrinde und Gewürznelken einen kräftigen Schwarztee zubereiten. Verwenden Sie bitte guten Tee! Die Zucker-Früchte-Mischung abseihen, eventuell noch einmal erhitzen. Mit Rum abschmecken und heiß genießen, am besten mit gebratenen Maroni.

Soeben erschienen …

Kochen wie früher im Lavanttal
192 Seiten
ISBN 978-3-200-05303-8
Erschienen im RE Verlag
Preis € 24,90

Strugglnudel, Piggalan, Scheadlan & Co – in diesem Kochbuch finden Sie alte Rezepte aus Kärnten, viele davon speziell aus dem Lavanttal, sowie bekannte Rezepte aus der bürgerlichen Küche ab dem Jahr 1897.

Dazu gibt es viele Hintergrundinformationen über die Lebensmittel, die in unserer Gegend traditionell gekocht und gegessen wurden.

Buchpräsentationen:
Bad St. Leonhard, Pfarrhof, 16.11.2017, 19.00 Uhr
St. Paul, GH Poppmeier, 23.11.2017, 19.00 Uhr
Reichenfels, Hirschenwirt, 29.11.2017, 19.00 Uhr
Wolfsberg, LFS Buchhof, 30.11.2017, 19.00 Uhr
Wolfsberg, Museum Lavanthaus, 6.12.2017, 19.00 Uhr

Weitere Präsentationen sind in Vorbereitung

Ich stelle mein Buch vor und erzähle, wie ich auf die Idee kam, die alten Rezepte zu sammeln und aufzuschreiben und woher die Rezepte stammen.

Das Buch ist im Büro der Unterkärntner Nachrichten, in den Raiffeisenfilialen des oberen und mittleren Lavanttales, in den Lagerhäusern Bad St. Leonhard und St. Andrä, im ADEG Reichenfels sowie im Buchhandel erhältlich.

 

Wir suchen Ihre Lieblingsrezepte

Die Planungsphase für das neue Buchhof-Kochbuch ist bald abgeschlossen – noch sichten wir Ihre Rezepte. Bitte schicken Sie uns Ihre Lieblingsrezepte aus Ihrer Buchhof-Zeit bis Ende November. Nur so viel sei verraten, wir haben schon sehr viele Zuschriften bekommen und die Auswahl wird spannend!

https://lfs-buchhof.school.blog/2017/10/11/wir-haben-bald-ein-neues-kochbuch/

Striezel

Zutaten
35 dkg griffiges Mehl
15 dkg Weizen- oder Dinkelvollkornmehl
3 EL Zucker
6 dkg Butter oder Schmalz
1 Würfel Germ
1 TL Salz
1/4 l Milch
2 Eier
Zitronenschale
1 Eidotter zum Bestreichen
Hagelzucker zum Bestreuen

1 Etwas Milch leicht erwärmen, die Germ darin auflösen und ein Dampfl zubereiten. An einem warmen Platz zugedeckt 20 Minuten gehen lassen.

2 Anschließend die restliche Milch etwas anwärmen, Salz, Butter oder Schmalz und Zucker darin auflösen und zum Mehl geben, auch die Eier und etwas geriebene Zitronenschale dazugeben. Mit dem Dampfl verkneten, bis sich der Teig glatt und glänzend von der Schüssel löst. Der fertige Teig wird bemehlt und soll 40 Minuten rasten.

3 Teilen Sie den Teig in fünf gleich große Stücke und rollen Sie ihn zu gleich langen Strängen aus. Diese Stränge werden wie ein Zopf geflochten. Arbeiten Sie immer von außen nach innen und abwechseln rechts und links: Der äußerste Strang wird über den nächstgelegenen Strang gelegt und unter dem mittleren durchgezogen. Flechten Sie so den ganzen Zopf. Wichtig ist, dass die Stränge glatt und regelmäßig dick geformt sind.

4 Der fertig geflochtene Zopf soll nun eine halbe Stunde lang gehen, dann wird er mit Eidotter bestrichen und mit Hagelzucker bestreut. Bei 180 °C ungefähr 40 Minuten backen. Stellen Sie ein feuerfestes Schüsserl mit Wasser ins Rohr, dann trocknet der Teig weniger aus.