wild und unwiderstehlich

wild und unwiderstehlich
Neue Köstlichkeiten aus der Wildpfanzenküche von Inge Waltl

30 Pflanzen werden in diesem Buch mit Bildern und genauen Informationstexten vorgestellt, zu jeder einzelnen Pflanze gibt es köstliche Rezepte, beispielsweise für  Rohkost, Suppen, Salate, Brot, Pesto, pikante und süße Speisen, Konfekt, Getränke, Marmeladen, Kekse.

240 Seiten, durchgehend farbig bebildert.
ISBN 9-783702-508630

Advertisements

Himbeeressig

Aus den letzten Herbsthimbeeren …
Dieser Essig eignet sich sehr gut für Wildkräutersalate und Salate mit Früchten.

Zutaten
2-4 Handvoll Himbeeren
1 l Balsamico (weiß) oder anderer zarter Weißweinessig
1 EL Honig oder Läuterzucker

Zubereitung
Die Himbeeren mit Essig übergießen, Honig oder Läuterzucker zugeben und mindestens zwei Wochen ziehen lassen. Die Beeren können dann entweder abgeseiht oder im Essig gelassen werden.

Mit freundlicher Genehmigung des Verlags Anton Pustet aus dem Kochbuch wild und unwiderstehlich, Neue Köstlichkeiten aus der Wildpfanzenküche von Inge Waltl.
240 Seiten, durchgehend farbig bebildert.
ISBN 9-783702-508630

Milchreis

Milchreis klingt doch ganz einfach, oder? Erst nach vielen Versuchen, Milchreis zu kochen, bin ich vor Kurzem daraufgekommen, was das Um und Auf ist – der Reis muss langsam, d.h. auf niedrigster Stufe, in der Milch köcheln, denn dadurch löst sich Stärke aus den Reiskörnern und der Milchreis wird schön mollig. Dann braucht es kein Puddingpulver, wie es in manchen Rezepten vorgeschlagen wird!

Zutaten
1/2 l Milch
7 dkg Rundkornreis
eine Prise Salz
Zucker
Schokolade oder Kakaopulver
bzw. Zimt

 

Zubereitung

1 Die Milch salzen und aufkochen. Den Reis in die Milch geben und 45 Minuten lang aufniedrigster Flamme langsam köcheln lassen.

2 Mit Zucker sowie Zimt bzw. geriebener Schokolade oder Kakaopulver servieren.

 

Erdäpfelsterz

3/4 kg gekochte mehlige Erdäpfel
1/4 kg griffiges Mehl
10 dkg (Butter-)Schmalz
Salz

  1. Die Erdäpfel kochen, schälen und grob reiben. Sie werden mit dem Mehl und dem Salz vermischt, die Masse wird dabei bröckelig.
  2. In einer Pfanne das Schmalz erhitzen, die Erdäpfel-Mehl-Masse dazugeben und gut rösten – dabei fleißig gabeln, bis der Sterz feinbröckelig ist.
  3. Nach Geschmack mit Grammeln bestreuen.
  4. Dazu passen saure Milch, Apfelmus oder Apfelmandl.

Peaggl, Ertepfl, Erpirn, Fletzbirn, Ruabn, Erdruaben – Erdäpfel standen bei den amerikanischen Ureinwohnern schon vor über 10 000 Jahren auf dem Speisezettel. Sie sind nach der Entdeckung Amerikas durch Kolumbus nach Europa gekommen. Zwischen 1540 und 1565 kamen die ersten Erdäpfel nach Spanien, sie waren so wertvoll, dass die Knollen als Geschenke unter Fürsten verwendet wurden. In Europa waren sie lange Zeit Zierpflanzen. Erst ab 1750 begann sich ihr Anbau durchzusetzen, dann lösten die Erdäpfel die Pastinaken ab. In Kärnten dauerte es etwas länger, bis sich die Erdäpfel verbreiteten, erst infolge der Franzosenkriege und Missernten in den Jahren1804/05 wurden sie hierzulande vermehrt angebaut.