Kochen wie früher – ein Interview

Vor einigen Tagen hat mich Julia Wurzinger von den Unterkärntner Nachrichten zu einem Interview in das Museum im Lavanthaus in Wolfsberg eingeladen. Das  Interview könnt ihr hier nachlesen.

Das Museum möchte ich euch unbedingt ans Herz legen, es ist ein must, wenn man in der Gegend ist! Ein wunderschönes Gebäude, tolle Exponate, äußerst freundliche Menschen … Wer sich für das Lavanttal, seine Geschichte und seine Kultur interessiert, ist hier richtig – einfach hingehen und anschauen!

 

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Bienenstich

Früher gab es auf den meisten Bauernhöfen im Lavanttal Bienenstöcke, sogenannte Bauernstöcke. Sie waren häufig liebevoll bemalt, aber leider sieht man sie kaum mehr. Die Bienen lieferten Honig zum Süßen und Wachs für Kerzen. Zucker war teuer und wurde selten gekauft.

Mein Großvater war Bauer in der Kliening und hatte ein richtiges Bienenhaus, wo er köstlichen Waldhonig produzierte. Das Bild, wie er in seinem, weißen Imkeranzug im Bienenhaus gearbeitet hat, ist mir eine wunderbare Kindheitserinnerung.

Zutaten
30 dkg griffiges Mehl
1/2 Packerl Germ
1/8 l Milch (bei Bedarf auch etwas mehr)
4 dkg Butter
4 dkg Zucker
Salz
1 Ei
feingeriebene Schale 1/2 Biozitrone

Belag
5 dkg Butter
4 dkg Zucker
5 dkg Mandelblättchen
2 dkg Honig
2 EL Schlagobers

Fülle
1/4 l Milch
1/2 P. Puddingpulver (Vanille)
1 EL Rum
2 gestrichene EL Zucker

Zubereitung
Germteig zubereiten und gehen lassen.
In der Zwischenzeit für den Belag alle Zutaten in einer Pfanne aufkochen und unter ständigem Rühren eindicken lassen.
Den Teig zusammenkneten, auf einem Bleck oder einer Tortenform ausrollen.
Noch einmal gehen lassen, den Belag aufstreichen und bei 175 °C 45 min backen.
Währenddessen den Pudding zubereiten und auskühlen lassen.
Wenn der Germteig fertig gebacken ist, etwas überkühlen lassen, das Teigstück horizontal durchschneiden und mit dem Pudding füllen. Eine Stunde lang kühlstellen.
Den Bienenstich mit einem sehr scharfen Messer portionieren. Das Messer zwischendurch in Wasser tauchen, damit nichts klebenbleibt.

Gefülltes Hendl

Zutaten
1 Hendl im Ganzen
Paprika, Salz
2 Eier
2 altbackene Semmeln
Salz, Pfeffer, Muskatnuss, etwas Majoran
1 Bund Petersilie
1 Zwiebel

Zubereitung
Römertopf vorbereiten: Beide Teile mit Wasser füllen und mindestens zwei Stunden stehen lassen.
Das Huhn sorgfältig säubern, innen und außen mit Salz und Paprika einreiben.
Für die Fülle Eier und Milch gut versprudeln. Mit Salz, Pfeffer, Majoran und Muskatnuss würzen.
Semmelwürfel zugeben und gut verrühren.
Zwiebel fein schneiden und in etwas Butter anrösten. Kurz überkühlen lassen und zur Semmelmasse geben.
Kräuter fein hacken und daruntermengen.
Diese Masse ungefähr 1 Stunde ziehen lassen.
Anschließend das Hendl mit der Semmelmasse füllen, mit Zahnstochern verschließen.
Das Wasser aus dem Römertopf abgießen, das Hendl hineingeben und zudecken. In das kalte Backrohr stellen und die Temperatur auf 180 °C einstellen. Die Bratzeit beträgt ungefähr 1 ½ Stunden, nach einer Stunde wird der Deckel abgenommen und das Hendl mit dem Bratensaft ein paar Mal übergossen, damit die Haut schön knusprig wird.

Mit Salat servieren.

Schwammerlsterz

Zutaten
1/2 kg Eierschwammerl (= Pfifferlinge)
1 Zwiebel
6 dkg Butter
1/4 l Wasser oder Gemüsebrühe
12 dkg Polentamehl (oder Weizengrieß)
Salz, Pfeffer
frische Petersilie

Zubereitung
Eierschwammerl trocken putzen, größere Exemplare in gleichmäßige Stücke schneiden..
Die Zwiebel  feinwürfelig schneiden und in Butter anrösten. Die Schwammerl dazugeben und gut anrösten. Mit Wasser oder Gemüsebrühe aufgießen, das Polentamehl dazugeben. Die Masse gut verrühren und einmal aufkochen lassen.
In das heiße Backrohr geben und 20 min ausdünsten. Mit einer Sterzgabel öfters auflockern (= gabeln).
Vor dem Servieren mit gehackter Petersilie garnieren.
Dazu passt grüner Salat.