Osterreindling

Der Kärntner Reindling wurde früher häufig in einer flachen, eckigen oder runden Rein gebacken, daher kommt auch sein Name.
Auf dem Bauernhof, auf dem mein Vater (Jahrgang 1921) aufgewachsen ist, hat jeder zu Ostern einen Reindling, den sogenannten Schmölza, und vier gefärbte Eier bekommen.

Zutaten
½ kg griffiges Mehl
3 EL Zucker
6 dkg Butter
1 Würfel Germ
1 TL Salz
¼ l Milch
2 Eier
Zitronenschale

Fülle
3 EL Zucker
2 TL Zimt
1 Handvoll Rosinen, nach Geschmack auch mehr

Zubereitung
Etwas Milch leicht erwärmen, Germ darin auflösen und ein Dampfl zubereiten. An einem warmen Ort zugedeckt 20 min gehen lassen.
Anschließend die restliche Milch erwärmen, Salz, Butter und Zucker darin auflösen und zum Mehl geben, Eier und etwas geriebene Zitronenschale zugeben. Das Dampfl mit allen genannten Zutaten verkneten, bis sich der Teig glatt und glänzend von der Schüssel löst. Der Teig wird bemehlt und soll 40 min zugedeckt an einem warmen Ort rasten.
Anschließend wird der Teig noch einmal geknetet und 1 cm dick ausgerollt. Zimt, Zucker und Rosinen gleichmäßig darauf verteilen. Der Länge nach einrollen.
Den Teig in eine mit Butter ausgestrichene Rein geben und zugedeckt 45 min gehen lassen. In das kalte Backrohr stellen, auf 170 °C einschalten; Backzeit ca. 45 min. Der Reindling wird saftiger, wenn eine kleine feuerfeste Form, die mit Wasser gefüllt ist, mit ins Rohr gestellt wird.
Wenn der Reindling fertig gebacken ist, nimmt man ihn aus dem Rohr und lässt ihn noch 10 min stehen, erst dann wird er aus der Form gestürzt.

 

 

 

 

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10 Gedanken zu “Osterreindling

    1. Liebe Petra,
      ist es nicht hübsch, dass das Rezept so wieder zurück nach Österreich kommt? – Es ist fast noch das Original, wir machen es ziemlich ähnlich, nur Nüsse geben wir keine rein.
      In der Steiermark schenkt man sich am 1. November Allerheiligenstriezel.
      Liebe Grüße Gudrun

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      1. Liebe Gudrun,
        ja, das ist wiklich toll. Danke für Deine Info. Am Gründdonnerstag backe ich ihn wieder … Allerheiligen feiern wir hier oben nicht, aber zum Advent gibt es bei uns Stollenkuchen (das ist halb und halb vom Stollenteig und gekochenen Kartoffeln, gebuttert und gezuckert…).
        Hab ein entspanntes Wochenende, herzlichst Petra

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